Die Basis eines jeden Sektes bilden erlesene, ausdrucks-starke Weine von hoher Qualität. Diese Weine werden in der Regel in einer Cuveé „vermählt“, so dass am Ende die Aromen verschiedener Grundweine zusammen ein Gesamtkunstwerk ergeben. Zur Auswahl der Partner für eine solche Cuvée bedarf es viel Erfahrung aber auch Gespür für die Harmonie der Weine und ihrer weiteren Entwicklung im Verlauf des Gärungs- und Reifeprozesses. Bei Markensekten kommt bei dieser ohnehin schwierigen Aufgabe hinzu, dass die Cuveé jedes Jahr gleich schmecken soll, um den Geschmack der Verbraucher zu treffen. Dies ist deshalb so schwierig, da jeder Weinjahrgang beeinflusst von Natur und Wetter einzigartig und selten vergleichbar mit dem Vorjahr ist. Bei Spezialitäten wie z.B. regionalen Rebsorten-Jahrgangs-sekten soll hingegen der charakteristische Ausdruck des Jahrgangs im Vordergrund stehen.
Nachdem die Grundweine für die Cuvée ausgewählt worden sind, wird eine zweite Gärung eingeleitet, welche den Wein zu Sekt werden lässt. Zu diesem Zweck wird dem Wein die so genannte Fülldosage zugegeben, eine Mischung aus in Wein gelöstem Zucker und Reinzuchthefe. Die Hefe verursacht die Gärung, bei welcher der zugegebene Zucker zu gleichen Teilen in Alkohol und Kohlensäure aufgespaltet wird. Sobald die Gärung abgeschlossen ist, wird die Hefe aus dem Sekt entfernt. Abschließend wird der gewünschte Süßegrad durch die Zugabe der Versanddosage eingestellt. Diese besteht in der Regel aus Saccharose oder Traubenmost.
Obwohl der Vorgang stets der gleiche ist, gibt es drei verschiedene Verfahren für die Herstellung von Sekt.