Das Besondere am Sekt ist, das man ihn zwar lagern kann, dies aber nicht tun muss. Sekt ist trinkfertig, wenn er die Kellerei verlässt. Durch Lagerung erfährt er keine weitere Reife. Im Gegenteil, damit er schön frisch schmeckt und perlt empfiehlt es sich, Sekt nicht länger als zwei Jahre aufzubewahren. Die Lagerung selbst sollte stehend und möglichst in kühlen Räumlichkeiten erfolgen. Direkte Sonneneinstrahlung ist unbedingt zu vermeiden.

Den größten Genuss bereitet Sekt stets gut gekühlt. Für weißen Sekt empfiehlt sich eine Trinktemperatur zwischen 5-7°C, Rosé entfaltet seine Aromen am besten bei 6-8°C und bei Rotsekten ist der Trinkgenuss bei einer Temperatur von 9-11°C am höchsten. Bei größeren Gesellschaften empfiehlt es sich, den Sekt in einem Sektkühler aufzubewahren, der mit Eis und etwas Wasser gefüllt ist. So bewahrt er seine Temperatur. Schnelles Herunterkühlen von Sektflaschen im Eisfach ist jedoch zu vermeiden, da dadurch die Blume einfriert, der Sekt also sein Aroma verliert.

Wichtig ist auch, für den Sektgenuss ein Glas zu verwenden, in dem er sein Bukett voll entfalten kann. Das Glas sollte durch eine Verengung nach unten hin das Perlen des Sektes fördern, damit er frisch und lebendig schmeckt. Zudem sollte man das Glas nicht mehr als zu 2/3 füllen, damit der Sekt eine schöne Blume entwickelt.

Beim Gläser Spülen empfiehlt es sich, auf Spülmittel zu verzichten, da dieses das Perlen des Sektes im Glas beeinträchtigt und auch den Geruch verändern kann. Deshalb sollten Sektgläser nur mit heißem Wasser gespült und anschließend nachpoliert werden.

Sekt kann man übrigens nicht nur zum Aperitif genießen. Bei einem guten Essen kann er nahezu alle Gerichte harmonisch abrunden. Dabei passt roter Sekt gut zu dunklem Fleisch während weißer und Rosé-Sekt vor allem mit Vorspeisen, Fischgerichten, hellem Fleisch und auch mit Desserts harmonieren.